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Weichmacher – nicht nur krankmachend, sondern auch dickmachend!
Mein Zitat der Woche…
Heilfasten mit Dr. Gabriela Hoppe - Erfolg durch Ernährung

Fast das gesamte Jahr hindurch sind Heilfastenkuren in meiner Praxis fester Bestandteil des Therapieangebots. Ob alleine oder in einer Gruppe – viele Menschen schätzen die positiven Effekte einer Heilfastenkur.

Heilfastengruppe

Unabhängig davon, welche Motive (religiös, kulturell, gesundheitlich) im Vordergrund des Fastens standen, nahm bisher jede(r) Fastende, die/den ich begleitet habe, einen enormen Schwung mit aus der Fastenwoche. Sei es der „entschlackende“, reinigende, stresshormonsenkende Effekt, sei es das Hochgefühl, „es geschafft zu haben“ oder eine Kombination aus diesen und anderen Faktoren – der bewusste Verzicht auf feste Nahrung für eine bestimmte Zeit hinterlässt positive Spuren. Eine Fastenwoche bietet für viele auch die Chance, als bewusster Einschnitt zu dienen, um danach in einen bewussteren Umgang mit Nahrung einzusteigen.

Manch einer steht dem Heilfasten allerdings auch kritisch gegenüber. Vielleicht sogar, weil er bereits schlechte Erfahrungen mit unerwünschten Fastenkrisen gesammelt hat und die positiven Effekte des Heilfastens darum gar nicht zum Tragen kommen konnten.
Mein Anliegen ist es, unter anderem in diesem Blog über Stoffwechselvorgänge beim Fasten sowie Effekte des Fastens zu informieren, um Berührungsängsten und Vorbehalten durch entsprechendes Wissen zu begegnen. Mir ist es wichtig, dass – wie bei jeder naturheilkundlichen Therapiemethode – auch beim Fasten jede(r) an der Stelle abgeholt und begleitet wird, an der er oder sie steht. Das bedeutet unter Umständen auch, dass unterschiedliche naturheilkundliche Begleitmaßnahmen und/oder bestimmte Modifikationen des Fastenplanes sinnvoll sind, um bestehende Vorerkrankungen und/oder Stoffwechseleigenschaften aufzufangen; nur so kann für manche Menschen gefahrloses, krisenfreies und auch therapeutisch sinnvolles Fasten erreicht werden.

Im folgenden werde ich darum heute kurz die aus meiner Sicht (unter Berücksichtigung der aktuellen Studienlage) positiven und gesundheitsfördernden Effekte des Heilfastens zusammenfassen. Diese machen das Heilfasten für viele Menschen zu einem sinnvollen Therapieangebot.
Und an dieser Stelle sei angemerkt, dass fast jede(r) in der Lage ist, zu fasten, und dass ein Heilfasten ohne Krisen möglich ist – sinnvoll ist hier eine individuelle Unterstützung mit naturheilkundlichen Begleitmaßnahmen, die den Organismus und die Ausleitungsorgane unterstützen und die Fastenkur sanft einleiten. (Weitere Informationen gerne bei mir.)

Neben besagten religiösen und ethnokulturellen Motiven, die nicht Gegenstand dieser Abhandlung sind, gibt es eine Vielzahl gesundheitlicher Gründe für das Fasten, deren gemeinsamer Nenner Gesundwerdung durch Regeneration und Ausleitung sind.

Ein fastender Organismus spart rund 30% seiner Energie ein, die ansonsten für Verdauungsvorgänge benötigt werden. Diese freiwerdenden Energieressourcen stehen z.B. für Heilungsprozesse zur Verfügung.

Fast jeder kennt die natürliche Abneigung gegen das Essen im Krankheitsfall. Der Körper lehnt Nahrung ab und verordnet sich selbst eine Fastenperiode, um Zeit und Kraft für sich selbst bzw. für die Gesundung zu gewinnen.

Hippokrates empfahl ein vorbeugendes Fasten zweimal im Jahr, Buchinger bezeichnete das Fasten als „königliche Therapie“, und auch die Bezeichnung „Chirurgie ohne Messer“ ist im Umlauf, da das Fasten gerade im therapeutischen Bereich bei Polypathien (also Krankheiten, die sich gleichzeitig in verschiedenartigen Symptomatiken äußern) auf einen Schlag diverse Symptome bessern oder beseitigen kann.

Ich habe schon häufiger folgende Analogie des Fasses bemüht: Man kann sich den Körper wie ein Fass vorstellen, das eine begrenzte Aufnahmefähigkeit hat, bevor es überläuft. Ein Überlaufen würde in dieser Analogie bedeuten, dass Symptome bzw. Erkrankungen entstehen. Je nach individueller „Schwachstelle“ und Vorgeschichte können das zum Beispiel Verdauungsbeschwerden, Schmerzen, Allergien, Hauterscheinungen, Burnout oder auch zerstörerische Krankheiten sein.

Solange aber noch „Luft“ im Fass ist, hat der Körper freie Ressourcen, um mit negativen Belastungen umzugehen und sie eigenständig und ohne fremde Hilfe in den Griff zu bekommen. Diese „Luft“ ist also die Regulationsfähigkeit des Organismus. Ziel sollte sein, die Regulationsfähigkeit des Körpers zu erhalten oder sogar zu verbessern. So bekommt der Organismus mehr Spielraum, um mit Umweltgiften, Krankheitserregern, kleinen Ernährungssünden, übermäßigem Stress und anderen Belastungen umgehen zu können.

Die Regulationsfähigkeit kann über zwei Strategien optimiert werden:

  • „Etwas aus dem Fass nehmen“: Die Dinge, die unser Fass füllen, sind zwar allesamt als negative Belastung einzustufen, aber im Einzelnen sehr individuell: Neben erblicher Disposition können beispielsweise chronische Erkrankungen, Umweltgifte aus Wasser, Nahrung, Luft oder Umfeld, Krankheitserreger, Ernährungsfehler, Darmdysbalancen oder Stress unser System belasten.
    Um unser System zu entlasten, könnten negative Belastungen gemieden oder sogar eliminiert werden, indem z.B. die Ernährung angepasst, das Rauchen aufgegeben, gesundes Wasser getrunken oder Stress reduziert wird. Weiterhin können häufig über Detox, Ausleitung, Entgiftung, Entsäuerung bzw. Entschlackung Belastungen deutlich reduziert werden.
  • „Das Fass vergrößern“: Indem das Immunsystem gut versorgt und gestärkt wird, der Darm gepflegt, gestärkt und ggf. aufgebaut wird, indem Entspannungstechniken erlernt werden oder andere individuell optimierte (naturheilkundliche) Therapien zum Einsatz kommen, kann die Ausgangsbasis gekräftigt werden. Der Organismus wird insgesamt gestärkt und ist in der Lage, „mehr“ negative Reize zu tolerieren, bis das System dekompensiert und „kippt“.

Fasten greift auf beiden Ebenen an: Als ausleitende Therapie ist es prädestiniert dafür, Belastungen durch abgelagerte Stoffwechselprodukte zu reduzieren und beispielsweise Säurelasten zu eliminieren. Auf diese Art „nimmt Fasten etwas aus dem Fass“. „Fasten vergrößert aber auch das Fass“, indem es den Darm in den Mittelpunkt stellt, das Immunsystem stärkt und auf seelischer Ebene zum Loslassen und „Entstressen“ animiert.

Positive Effekte des Fastens sind schon seit vielen Jahrzehnten überliefert. Mittlerweile wurden diverse therapeutische bzw. gesundheitsfördernde Vorteile (vgl. Tabelle 1) auch in klinischen Studien belegt.[1]

Gesundheitsfördernde Effekte des Fastens
Mobilisation abgelagerter Stoffwechselendprodukte
Ausscheidung von sauren Stoffwechselprodukten (Entsäuerung)
Absonderung von Gallengrieß, -steinen und -schleim
Auflösung von Gelosen
Aktivierung der Selbstheilungskräfte
Stärkung des Immunsystems
Beschwerdebesserung bei rheumatoider Arthritis
Beschwerdebesserung bei Arthrose
senkende Effekte bei Bluthochdruck
Beschwerdebesserung bei chronischen Schmerzsyndromen
(z.B. Fibromyalgie, Migräne)
Beschwerdebesserung bei entzündlichen Erkrankungen
Stabilisierung kardiovaskulärer Erkrankungen
Besserung des Hautbildes bei Hauterkrankungen
Beschwerdebesserung bei Magen-Darm-Erkrankungen
Beschwerdebesserung bei Asthma und Allergien
Reduzierung von Depressionen und Angst
Stimmungsaufhellung, Schlafmodulation, Stressreduktion durch Reduktion von Stresshormonen und vegetative Umstimmung
Verbesserung degenerativer und altersassoziierter zellulärer Prozesse, verbesserte zelluläre Stressresistenz, „Anti-Aging-Effekte“

Tabelle 1: Gesundheitsfördernde Effekte des Fastens

Erfolgskritisch für nachhaltige Effekte ist in diesem Zusammenhang natürlich nicht nur die Durchführung der Fastenkur an sich, sondern ein sinnvoller Kostaufbau sowie die nachfolgende Anpassung bzw. Umstellung der Ernährung. Alles Punkte, die ich als Fastenleiterin in meinen Gruppen stets umfassend thematisiere.

Wer sich für das Heilfasten interessiert, egal, ob individuell oder in einer Gruppe, ist herzlich eingeladen, sich bei einem Informationsabend oder auch in einem individuellen Termin näher darüber zu informieren, wie ich das Heilfasten in meiner Praxis einsetze und begleite.

Aktuelle Termine für die nächsten Fastengruppen sowie die nächsten Informationsabende finden sich auf meinen Internetseiten:
www.gabriela-hoppe.de/terminkalender

 

[1] Vorrangig untersucht ist die Methode des Buchinger-Fastens, die dem in meiner Praxis eingesetzten Heilfasten sehr nahe steht.
Vgl. z.B. Michalsen, Andreas: „Ernährungstherapie und therapeutisches Fasten in der Naturheilkunde.“ In: Schweiz. Zschr. GanzheitsMedizin, Jg. 19, Heft 5, September 2007, S. 260-268.

Quellen:

[Lü2004] Lützner, Hellmut: „Wie neugeboren durch Fasten.“ 8. Aufl., GU 2004.

[Ma2009] Matejka, Rainer: „Ausleitende Therapieverfahren. Theorie und Praxis.“ 3. Aufl., Elsevier 2009.

[Mi2007] Michalsen, Andreas: „Ernährungstherapie und therapeutisches Fasten in der Naturheilkunde.“ In: Schweiz. Zschr. GanzheitsMedizin, Jg. 19, Heft 5, September 2007, S. 260-268.

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