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Wirkweise homöopathischer Arzneimittel
Arzneimittel auf Basis verschiedener Ausgangsstoffe sind in der Lage, bei Gesunden Symptome in Form spezifischer
Beschwerden oder Veränderungen hervorzurufen; gleichzeitig sind sie in der Lage, Patienten zu heilen, die ebenjene
Symptome im Rahmen ihrer Krankheit zeigen. Hier kommt also das Ähnlichkeitsprinzip zum Tragen.
Im Rahmen der homöopathischen Forschung wurden in den vergangenen 250 Jahren unzählige Stoffe systematisch an Gesunden
geprüft (sogenannte Arzneimittelprüfungen). Dabei entstanden (und entstehen immer noch) Arzneimittelbilder,
die beschreiben, welche Auswirkungen ein bestimmter Ausgangsstoff auf den menschlichen Organismus hat.
Auf Basis der Arzneimittelbilder werden die der Mittelwahl dienenden Repertorien geschaffen. Das sind Sammelwerke,
die die beobachteten Symptome auflisten und zusammenführen. Aber nur solche Symptome werden in die offiziellen
Repertorien aufgenommen, die durch Gegenprüfungen verifiziert werden: Nur, wenn ein Arzneimittel wiederholt
in der Lage ist, die beim Gesunden hervorgerufenen Symptome auch bei einem Kranken zu heilen, der die Symptome
ohne vorherige Mittelgabe produzierte, wird es den Nachschlagewerken hinzugefügt.
Homöopathika sind zumeist aus pflanzlichen, tierischen und mineralischen Stoffen sowie aus körpereigenem
Material aufbereitete Arzneimittel. Verabreicht werden sie in Form von Globuli (als "Milchzuckerkügelchen" die
wahrscheinlich bekannteste Form), Tabletten, Salben oder Dilutionen (das sind flüssige Arzneimittel).
Durch ein spezielles Herstellungsverfahren werden die Ausgangsstoffe potenziert oder dynamisiert (dies geschieht i.d.R. durch
Verreibung mit Milchzucker und Verschüttelung mit Wasser oder Alkohol), so dass der Ausgangsstoff in der überwiegenden
Anzahl der Mittel chemisch nicht mehr nachweisbar ist. Was nach Überzeugung der Homöopathen jedoch nach wie vor
in einem homöopathischen Arzneimittel vorhanden ist, ist eine spezifische Information, die der Ausgangsstoff transportiert.
Je nach Potenz des Arzneimittels variiert die Intensität dieser Information.
Die Information des Arzneimittels wirkt nach Auffassung der Homöopathen auf die Lebenskraft bzw. die
Selbstheilungskräfte des Kranken ein. So werden durch eine homöopathische Behandlung nicht nur oberflächlich
bestehende Symptome beseitigt. Vielmehr wird die Lebenskraft gestärkt und so der Organismus in die Lage versetzt,
aus sich selbst heraus in die Heilung zu gehen und das individuelle Gleichgewicht wieder herzustellen.
Im Rahmen des Heilprozesses kann es zur sogenannten Erstreaktion, auch als "Erstverschlimmerung" bekannt,
kommen. Ich spreche in diesem Zusammenhang lieber von einer "Heilkrise", denn im Regelfall ist die anfängliche
Intensivierung der Symptomatik von einer recht schnell einsetzenden Besserung des Gesamtzustands gefolgt.
Hinweis auf eine Heilkrise gibt auch das Auftreten "neuer" Symptome, die bei genauerer Betrachtung jedoch altbekannt
und nur darum in Vergessenheit geraten sind, weil ihr letztes Auftreten schon lange Zeit zurückliegt.
Der gegenwärtige Zustand baut immer auf all dem auf, was zuvor durchlebt wurde - wie ein Wollknäuel, das nach und
nach aufgerollt wird. Begibt sich ein Organismus in den Heilungsprozess, wird dieses bildliche Wollknäuel nach und
nach wieder abgerollt und gibt Zustände frei, die unter Umständen schon Jahre zurückliegen.
Typischerweise folgt auf eine solche Heilkrise eine deutliche Besserung des Gesamtbefindens.
In diesem Zusammenhang wird auch deutlich, dass Homöopathika - wie jedes Arzneimittel - nur mit Kenntnis und
Bedacht angewendet werden sollten und nur eingeschränkt zur Selbstmedikation geeignet sind!
Vor allem Hochpotenzen können beachtliche Reaktionen auslösen, so dass sich v.a. Niedrigpotenzen (D6 bis D30) zur Selbstmedikation eignen.
Die Auswahl Ihres individuellen homöopathischen Heilmittels
Das Arzneimittel, dessen Arzneimittelbild dem vorliegenden Symptomenbild am ähnlichsten ist, wird gemäß
des Ähnlichkeitsprinzips als "Simile" bezeichnet. Es ist Ihr individuelles Heilmittel. Die Auswahl des Simile
setzt daher voraus, dass der Homöopath einen umfassenden Eindruck Ihres momentanen persönlichen Zustands erhält.
In dem Wissen, dass Symptome nur äußere Anzeichen einer gestörten Lebenskraft sind, versuche ich als Homöopathin,
solche Anzeichen am ganzen Menschen zu entdecken. Nur, wenn ich die Symptome möglichst vollständig erfassen kann,
kann ich Ihr Heilmittel finden.
Am Anfang unseres gemeinsamen Therapieweges steht daher stets die Anamnese, also die umfassende Fallerhebung.
Dabei ist es mein Ziel, Sie, Ihre Beschwerden und auch Ihre momentane Lebenssituation so gut und umfassend wie
möglich zu verstehen. Nur so kann ich dem Ähnlichkeitsprinzip folgen, um ein für Sie im momentanen Zustand geeignetes
Heilmittel zu finden. Dies erklärt auch, warum die Erstkonsultation aufwändiger und damit auch teurer ist als Folgetermine.
Im Anschluss an die Fallaufnahme erfolgt die Fallanalyse, deren Zeitbedarf individuell variiert.
Aus der Fülle von Informationen müssen diejenigen Symptome herauskristallisiert werden, die die momentane
Gesamtsituation und die Persönlichkeit des Patienten am ehesten charakterisieren. Die von mir herausgefilterten Symptome
gehen dann in die konkrete Auswahl Ihres Heilmittels ein. Diese Auswahl erfolgt auf der Basis von Repertorien.
Das sind Symptomenverzeichnisse, in denen mehrere hunderttausend Symptome verzeichnet sind, die man als Homöopath im
Regelfall nicht alle im Kopf haben kann.
Je nachdem, wie klar sich ein Fall darstellt, kann es sein, dass Sie direkt im Anschluss an unser Gespräch ein
homöopathisches Mittel bekommen, es kann aber ebensogut passieren, dass Sie zunächst ohne Mittel nach Hause
gehen und es nach kurzer Zeit nachgereicht bekommen. Die gründliche Fallanalyse hat in jedem Fall Priorität,
und das ausführliche Repertorisieren - ggf. auch während des Gesprächs - ist kein Zeichen von Ratlosigkeit des
Therapeuten oder gar Hoffnungslosigkeit Ihres Falls, sondern vielmehr von Sorgfalt in der Fallbearbeitung.
Auch bei Folgeterminen ist natürlich stets Ihre Schilderung der aktuellen Gesundheitssituation ausschlaggebend für die
Verlaufsbeurteilung und die Mittelwahl. Allerdings ist der Zeitaufwand meist entsprechend geringer.
Ein wichtiges Kriterium zur Beurteilung des Verlaufs einer homöopathischen Therapie ist die Hering'sche Regel bzw. das Hering'sche
Gesetz, erarbeitet von Constantin Hering (1800-1880). Die Hering'sche Regel besagt, dass eine erfolgreich verlaufende Heilung
wie folgt verläuft:
- von innen nach außen (also von lebenswichtigen hin zu weniger lebenswichtigen Organen),
- von oben nach unten,
- in der umgekehrten Reihenfolge ihres Auftretens.
Bei Folgeterminen werden unter anderem Ihre Reaktionen auf ein homöopathisches Mittel im Zusammenhang mit der Hering'schen Regel
beurteilt, um das weitere Vorgehen zu bestimmen.
Der Ablauf einer homöopathischen Behandlung im Hinblick auf Terminanzahl, zeitlichen Abstand zwischen Terminen
sowie Anzahl und Potenz der eingesetzten homöopathischen Mittel variiert im Übrigen individuell.
[... mehr Informationen zum typischen Behandlungsablauf...]
Indikationen und Grenzen einer homöopathischen Therapie
Unabhängig von der Art der Beschwerde muss ein homöopathisches Mittel gut, d.h. nach deutlich einsehbaren Gründen,
gewählt sein. Eine Einnahme auf Verdacht sowie ein Herumprobieren sind nicht sinnvoll. Auch eine Einnahme
eines Mittels über einen längeren Zeitraum und/oder in hohen Dosen ist nicht anzuraten. Oftmals ist eine
Einmalgabe eines Mittels indiziert anstatt einer kontinuierlichen Verabreichung eines Impulses, der möglicherweise
gar nicht mehr notwendig ist, jedoch in Unkenntnis der homöopathischen Gesetzmäßigkeiten im Rahmen der Selbstmedikation
häufig angewandt wird. Ich weise in diesem Zusammenhang noch einmal auf die Grenzen der Selbstmedikation hin:
Eine sachgemäße Arzneimittelgabe wirkt als gezielt gesetzter Impuls, der die Selbstheilungskräfte des Körpers
harmonisiert. Eine unsachgemäße Einnahme birgt die Gefahr des Auftretens von unerwünschten Arnzeimittelprüfungssymptomen.
Richtig angewandt, ist die Homöopathie eine sanfte und nebenwirkungsarme Therapieform. Erwachsene und Kinder gleichermaßen können
von den Möglichkeiten dieser ganzheitlichen Reiz- und Regulationstherapie profitieren. Da in der Homöopathie nicht
spezielle Krankheiten, sondern vielmehr kranke Menschen mit spezifischen, individuellen Symptomen behandelt werden,
bietet eine homöopathische Therapie hervorragende Möglichkeiten bei einer Vielzahl von Erkrankungen bzw. Leiden,
die geheilt bzw. gelindert werden können. Eine abschließende Aufzählung von Krankheitsdiagnosen ist durch die
Individualisierung jedoch nicht möglich. Beispielhaft werden im Folgenden typische, gut auf Homöopathie ansprechende
Zustände aufgelistet. Indikationen für eine homöopathische Therapie können beispielsweise sein:
- Akute Erkrankungen: z.B. Erkältungskrankheiten, Magen-Darm-Probleme, Beschwerden des Bewegungsapparates sowie andere
plötzlich auftretende Probleme
- Chronische Erkrankungen und Schmerzzustände: Kopfschmerzen bzw. Migräne, Rheuma, Allergien und Unverträglichkeiten,
Menstruationsbeschwerden, Wechseljahresprobleme und weitere hormonelle Erkrankungen sowie andere längerfristig bestehende Krankheiten
- Psychische Störungen und Verhaltensauffälligkeiten: z.B. AD(H)S, kindliche Aggressivität, Schlafstörungen, depressive Verstimmungen,
Ängste und andere Störungen des psychischen Wohlbefindens
- Begleitung schwerer Erkrankungen: Schmerzen und Begleitsymptome schwerer, konsumierender Erkrankungen können häufig
gelindert und Nebenwirkungen medikamentöser Therapie abgemildert werden; auch die Begleitung des Abschiednehmens
im Rahmen einer Sterbebegleitung ist denkbar
Grenzen der Homöopathie bestehen immer da, wo Strukturen durch Erkrankungen zerstört wurden, wie z.B.
Gelenkdeformationen durch rheumatische Prozesse. Diese Schäden können nicht wieder rückgängig gemacht werden.
Wichtig ist, dass Homöopathie nicht im Übermaß angewendet wird. Nicht jedes Symptom bzw. nicht jede Erkrankung
muss sofort homöopathisch behandelt werden. Vielmehr sollte bei "kleineren" Beschwerden zunächst auf die
Selbstregulationskräfte des Körpers vertraut werden. Klassische Naturheilmittel wie z.B. Kräutertees oder Wickel
können den Körper bei leichten Erkrankungen bei der Gesundung unterstützen. Auch in diesem "nichthomöopathischen
Tätigkeitsfeld" finden wir sicherlich gemeinsam Mittel, um Ihre Beschwerden zu lindern. Müssen die Selbstheilungskräfte
unterstützt bzw. mobilisiert werden und treten als Zeichen dessen eindeutig krankhafte Symptome auf, kann eine
homöopathische Therapie angezeigt sein, um die Lebensenergie zu stärken. Hierbei begleite ich Sie gerne.
Nehmen Sie Kontakt mit mir auf, um spezifische Informationen über Behandlungsmöglichkeiten für Ihre persönlichen Beschwerden
zu erhalten. Ich berate Sie gerne unverbindlich, inwieweit eine homöopathische Therapie für Ihre gesundheitlichen Probleme
geeignet ist. Ich freue mich über eine Nachricht von Ihnen!
Schreiben Sie mir direkt hier eine E-Mail:
mail@gabriela-hoppe.de,
oder rufen Sie mich unverbindlich an:
05139/9824698
Aus rechtlichen Gründen möchte ich in diesem Zusammenhang noch darauf hinweisen, dass es sich bei den von mir angewendeten
naturheilkundlichen Therapiemethoden um schulmedizinisch (noch) nicht oder nur teilweise
anerkannte Verfahren handelt, die aber für die jeweiligen Diagnosen bzw. Therapien förderlich sein können.
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