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Alternative zu HCGHCG? Crash-Diät? 500kcal-Kur? Klar hab ich eine GESUNDE und NACHHALTIGE Alternative dazu…
Ganzheitlich auf den Punkt gebrachtGanzheitlich auf den Punkt gebracht

Warum ich kein Fan der HCG-Diät bin.

2014 war HCG plötzlich in aller Munde – fast jeder schien die ominöse „Stoffwechselkur“ (ich setze das mit Absicht in Anführungsstriche…) zu machen oder zumindest zu kennen. Fitnessstudios und Physio-Praxen sprangen auf die fragwürdige Welle auf und boten fast jedem Patienten diese Kur nach Schema F an.
Mittlerweile ist es etwas ruhiger um HCG geworden, aber ich höre immer noch und immer wieder die selben Fragen.
Ich beantworte sie gerne wieder, nehme das aber auch zum Anlass, (siehe unten) die wichtigsten Punkte einfach noch einmal aufzuschreiben.
Meine Ansicht bestätigen die mittlerweile ziemlich zahlreichen Patienten in meiner Praxis, die innerhalb der letzten zwei Jahre die HCG-Kur gemacht haben. Ihre Symptome, ihr Befinden, ihr Körperfettanteil und insbesondere deren Blutbild zeigen im Regefall, dass die HCG-Kur am Ende des Tages keine besonders gute Idee war.

Ich mache nämlich keinen Hehl daraus, dass ich KEIN Fan dieser „Stoffwechselkur“ bin. Warum nicht?

Das habe ich in einem Beitrag bereits vor mehr als zwei Jahren gepostet. Ich hänge ihn hier (leicht verändert) an, denn der Inhalt ist nach wie vor aktuell…

Wie immer bin ich gespannt auf kontroverse Diskussion…

Ach so: Die Frage nach Alternativen kommt meistens auch früher oder später. Hab ich natürlich im Programm. Nachhaltige Alternativen. Ohne Hunger. Ohne Jojo-Effekt. Mit super Zellversorgung und besten Voraussetzungen für Vitalität und Lebensfreude.
Sprecht mich gerne an…


Mit Interesse habe ich „das“ Buch über die HCG-Diät gelesen, nachdem mehrere meiner PatientInnen mich darauf angesprochen haben.
(Anne Hild: „Die hCG-Diät: Das geheime Wissen der Reichen, Schönen & Prominenten“; Aurum-Verlag 2011)

HCG-DiätMein Fazit: Ich sah und sehe nach wie vor die HCG-Diät sehr kritisch.
Insgesamt stelle ich nicht in Frage, dass man mit einer 500 kcal-Diät abnimmt – das 3-Wochen-Programm, gefolgt von einer sehr bewussten 3-wöchigen Aufbauphase sollte auf der Waage deutliche Erfolge zeigen.
Die HCG-Diät „wirbt“ ja nun damit, dass man durch Einnahme spezieller Hormone (ursprünglich wurden die „echten“ Hormone gespritzt, das Buch setzt nun auf die Einnahme von Globuli…) an den „richtigen“ Stellen abnimmt. Angesprochen sind im Wesentlichen die typischen Problemzonen der Frau, die angegriffen werden sollen. Zudem soll der Hypothalamus (Hirnanhangsdrüse; eine Hormondrüse im Gehirn) „umprogrammiert“ werden, so dass das Gewicht nach der Kur einigermaßen problemlos zu halten ist.

So weit, so gut!
Aber: Auch nach umfassender Recherche und umfassendem Grübeln darüber bleiben für mich zwei Kernfragen offen, die meiner Ansicht nach wesentlich für das Verstehen und vor allem den Erfolg der Diät sind.
Vielleicht liest hier jemand mit, der mir diese Fragen beantworten kann – ich habe auch Anne Hild, der Verfasserin besagten Buches, gemailt in der Hoffnung, dass sie mich erhellen kann… Ich werde berichten…

1. Das Buch empfiehlt keine konkreten HCG-Globuli. Nach meinen Recherchen werden von den meisten Lieferanten passend zur Diät „stinknormale“ Gonadotropin-Globuli, z.T. sogar in zusammengemischten Potenzen, als HCG-Globuli ausgegeben.
Ich als klassisch homöopathisch ausgebildete Heilpraktikerin frage mich: Warum/Wie soll das homöopathische Mittel Gonadotropin genauso im Körper wirken wie das Hormon, das in der Ursprungskur/-diät ja gespritzt oder oral zugeführt wurde?
Das wäre ein isopathischer Ansatz, kein homöopathischer. Isopathie funktioniert aber mit homöopathischen Präparaten nicht. Homöopathisch aufbereitete Wirkstoffe zeichnen sich u.a. dadurch aus, dass sie niemals genauso wirken wie der Ursprungsstoff; es sind ja eben keine reinen Verdünnungen, sondern Potenzierungen. Tausende Arzneimittelprüfungen, die über viele Jahrzehnte auf der ganzen Welt durchgeführt wurden, zeigen genau das.
Zudem ruft ein homöopathisches Mittel, einer Gruppe „Gesunder“ gegeben, niemals bei allen Probanden die selben Symptome hervor.
Selbst bei Übergewichtigen, die in diesem speziellen Körperbereich offenbar „krank“ zu sein scheinen, liegt ja nicht pauschal das selbe Problem (z.B. hormonelle Unregelmäßigkeiten) zugrunde, das wir mit dem selben Mittel behandeln. Vielmehr ist damit zu rechnen, dass ein Mittel bei einer gewissen Anzahl von Probanden sogenannte (in diesem Fall unerwünschte) Prüfungssymptome hervorrufen wird.
Insbesondere, wenn es (wie in dem Buch empfohlen) mehrfach täglich über einen Zeitraum von 3 Wochen gegeben wird. Prüfungssymptome treten bei einem falsch gewählten Mittel i.d.R. bereits recht schnell auf und werden eher schlimmer als besser, wenn man das Mittel wiederholt.
Ein gängiges zu dem Buch vertriebenes HCG-Globuli-Präparat mischt Gonadotropin-Globuli in den Potenzen C12, C30 und C200 – eine Mittelwirkung ist hier weniger im körperlichen als vielmehr im geistig/seelischen bzw. im Gemütsbereich angesiedelt. Gerade diese Hochpotenzen sollten mit Bedacht eingesetzt werden, u.a. da sie i.d.R. Wirkdauern (und das bei einer einmaligen Gabe!) von mehreren Wochen haben. Ich verstehe nicht, warum diese Globuli pauschal mehrmals täglich über 3 Wochen eingenommen werden sollen. Man müsste meiner Meinung nach zumindest im Bereich der eher organisch wirksamen Potenzen von D6 – D30 bleiben. Aber selbst dann sehe ich den Punkt der Pauschalverordnung dieses Mittels sehr kritisch.

2: Welcher physiologische/pathologische/biophysische Mechanismus liegt derAnnahme zugrunde, dass sich der Hypothalamus umprogrammieren lässt? Ich verstehe nicht, warum er das tut, wann er das tut, wie er das tut und welche Rolle der Zeitraum dabei spielt (im Buch wird in diesem Zusammenhang explizit auf die sechs Wochen der Gesamtkur verwiesen). Da diese Annahme ja eine wesentliche Grundlage der Diät bildet, denke ich, man sollte da genauer einsteigen. Nun bin ich weder Neurologe noch Endokrinologe – vielleicht findet sich ja eine plausible laientaugliche Erklärung dieses Phänomens. Ich wäre dankbar!
Einer meiner ersten Gedanken dazu ist, dass dann ja jede (im besten Falle für den Körper positive) Ernährungsumstellung, die mehr als 6 Wochen durchgehalten wird, eine Umprogrammierungsfunktion auf den Hypothalamus haben müsste?! Viele aber scheitern auch nach besagten 6 Wochen am Durchhalten und fallen schnell in alte Verhaltensmuster zurück. Dass wiederum das HCG allein dafür verantwortlich sein soll, kann ich wiederum nicht verstehen. Lasse mich aber gerne eines Besseren belehren…

Ich habe auch noch weitere kritische Anmerkungen zum Diätprogramm, die ich an dieser Stelle unterbringen möchte. Schließlich fragen mich meine PatientInnen in der Regel, was ich von der Diät insgesamt halte und nicht nur, wie ich mir den Erfolg erkläre:

    • Stichwort gesunde Ernährung: Erstens halte ich nur solche „Diäten“ für sinnvoll, bei denen man etwas für die Ewigkeit lernt. Nur dann sind sie nachhaltig. Das tut man meiner Meinung nach nicht bei der HCG-Kur – schließlich ist die fettfreie 500-kcal-Diät kein Dauermodell, mit dem man (gut) überleben kann. Zweitens ist die fettfreie Ernährung alles andere als gesund. Unser Körper braucht zum Überleben essenzielle Fettsäuren. Punkt. Diese werden während der Kur sträflich vernachlässigt. Keine gute Idee.
    • Stichwort Entgiftung: Immer, wenn katabole (abbauende) Prozesse im Körper ablaufen, werden auch Toxine aus den Zellen freigesetzt. Ich denke, dass man – wie z.B. auch bei einer vernünftigen Fastenkur – bei einer solch radikalen Diät immer parallel die Ausleitungsorgane stärken sowie Giftstoffe binden und ausleiten, also entgiften sollte. Und dies am besten individuell. Das kommt m.E. in dem Standard-Diät-Programm zu kurz bzw. wird gar nicht weiter angesprochen. Auch die empfohlene Trinkmenge würde ich angesichts dessen noch erhöhen. Ich bin der festen Überzeugung, dass z.B. die angesprochenen „Standardkopfschmerzen“ am ersten Diättag Geschichte wären, würde man die Kur vernünftig und körperschonend begleiten.
    • Fettfreies Kochen/Braten: Im Buch wird empfohlen, in beschichteten Pfannen ölfrei zu braten. Ich finde das höchstbedenklich, da gerade Teflon (das wohl die meisten Menschen besitzen) beim leeren Erhitzen wahnsinnige Mengen von Giftstoffen freisetzt, die dann 1:1 eingeatmet werden und in die Nahrungsmittel wandern! (Zu den Gesundheitsrisiken durch Teflon hier stellvertretend eine Quelle von vielen: https://pfannenhelden.de/teflonbeschichtung-giftig/). Zumindest ein Hinweis darauf wäre m.E. sehr sinnvoll, da diese Giftstoffe höchstbedenklich und gesundheitsschädlich sind.
      Gusseiserne Pfannen funktionieren im Übrigen ebenso ohne Fett.

Dies nur in Kürze.

Alles in allem überzeugt mich diese Diät – trotz ihrer auf den ersten Blick durchschlagenden Erfolge – demzufolge nicht.
Wie gesagt: Dass damit abgenommen wird, steht außer Frage. Wie gesund dieses Abnehmen für den Körper ist und ob eine sinnvolle Ernährungsumstellung nicht (bei etwas längerem Vorlauf) letztlich den selben (aber körperschonenderen) Effekt hätte, muss letztlich jede(r) für sich entscheiden.
Ich kann allen HCG-Diätlern nur empfehlen, die Kur nicht nach „Standard“ durchzuführen, sondern zumindest sinnvoll durch eine begleitende Ausleitung/Entgiftung sowie ggf. Nahrungsergänzungsmittel (für die ausreichende Versorgung mit Nährstoffen) zu ergänzen.

Für einen Austausch zum Thema bin ich wie immer gerne zu haben und freue mich über Kommentare!

Update (12.10.2014):

Sehr sympathisch: Ich habe innerhalb weniger Stunden Nachricht von Anne Hild (der Buchautorin) zu meinen Fragen bekommen. Leider wurden nicht alle beantwortet (warum das homöopathische aufbereitete Hormon so wirken soll wie das Original und welche Mechanismen die Hypophyse umprogrammieren, weiß ich noch immer nicht), aber erleichtert stelle ich fest, dass sie zumindest die Potenzeinnahme ab C30 ebenso kritisch sieht wie ich. Anne Hild empfiehlt auskunftsgemäß Potenzen unterhalb der C30 und hat als einziges Präparat die sog. „Hormony Complex-G“-Tropfen empfohlen, die sie offenbar selbst entwickelt hat und die kein Hormon enthalten, sondern nur irgendwie aufgeprägte Informationen (wie, wurde nicht verraten).
Ich bleibe dran…

Update (14.10.2014):
Auf mehrfache Nachfrage zu meinen konkreten Fragen wurde mir immer nur wieder ein Angebot gemacht, die Hormony Tropfen auch in meiner Praxis zu vertreiben.
Hm.
Unbefriedigend.

Ich bleibe also bei meinem Urteil und kann die Begriffe „falsche Versprechungen“ und „Geldmacherei“ nicht aus meinem Kopf bekommen…

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Comments
  • Gabriela Hoppe 6. Juli 2017 Antworten

    Gerne möchte ich kurz zur Frage von Annemarie Stellung nehmen, die mich zu einem älteren Beitrag erreicht hat, der nicht mehr online ist:
    „Ich frage mich was macht HCG homöopathisch mit HCG induzierten Tumoren wie z. B. am Eierstock oder Hoden?“

    Liebe Annemarie, ich nehme an, Du meinst, was die HCG-Diät in diesem Fall macht bzw. ob sie geeignet ist (Oder meinst Du die HCG-Globuli/-Tropfen bzw. das „echte“ HCG-Hormon? Dann kommentiere bitte noch einmal dazu!)

    Dazu kann ich pauschal nichts sagen. Jedes Tumorgeschehen ist höchst individuell, jeder Stoffwechsel ist individuell, jeder Organismus reagiert anders – hier muss man sehr genau und personenbezogen schauen.
    Ich würde mich in einem solchen Fall stets von einem Ernährungsexperten beraten lassen.

    Gerade bei bösartigen Erkrankungen halte ich eine Ernährung, die ALLE lebensnotwendigen (Mikro-)Nährstoffe zur Verfügung stellt, für eine absolute Priorität! Ein Verzicht auf Fettsäuren wäre für mich hier nicht vertretbar.
    Man diskutiert gerade im Zusammenhang mit Krebsgeschehen die sogenannte ketogene Ernährung. Bei dieser speziellen Ernährungsform setzt man auf große Mengen wertvoller Fette und reduziert den Kohlenhydratanteil, da Krebszellen sich von Kohlenhydraten bzw. Glucose ernähren. Ein „Aushungern“ ist zwar nicht möglich, aber man strebt eine Veränderung der Lebensbedingungen für die bösartigen Zellen an.

  • Menion 13. Oktober 2017 Antworten

    Hallo Frau Hoppe,
    ich kenne das Buch nicht, aber in der Variante, die mit den Produkten von Lifeplus durchgeführt wird, nimmt man täglich 180mg EPA, 860mg DHA sowie Omega-6 Fettsäuren zu sich. Von „sträflich vernachlässigt“ kann da also keine Rede sein. Zur Entgiftung wird täglich mindestens 5g Methylsulfonylmethan eingesetzt.
    Grüße

    • Gabriela Hoppe 6. Mai 2019 Antworten

      Hallo & Danke für den Kommentar. Die Tatsache, dass eine fettfreie Diät empfohlen wird und dann für teures Geld Omega-Präparate gekauft werden sollen, anstatt diese über eine vernünftige Ernährung zuzuführen, ist für mich schon ziemlich fragwürdig – ein Schelm, wer Böses dabei denkt…
      Ich halte darüber hinaus generell Diät- und vor allem Entgiftungskonzepte für fragwürdig, die pauschal für jeden Menschen identisch durchgeführt werden und die eine Ernährung beinhalten, die eklatant von gesunder artgerechter Ernährung abweichen. Hierbei lernt man nicht, nachhaltig gesund zu leben. Gruß, Gabi Hoppe

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