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Wasser – unser wichtigstes Lebensmittel. Wie sicher ist es?

Dass Wasser wichtig für uns und unsere Gesundheit ist, scheint unbestritten.

Dass viele Menschen eklatant zu wenig trinken (es gilt die Faustformel: Körpergewicht x 35/1000, das ergibt die empfohlene Literzahl pro Tag; besondere Umstände (harte Arbeit, viel Sport, Schwangerschaft, klimatisierte Räume, …) verlangen höhere Mengen), scheint ebenfalls unbestritten. Zumindest schauen mich die meisten Patienten zerknirscht an, und ich bekomme die Antwort „Zu wenig, ich weiß…“, wenn ich nach dem Trinkverhalten frage.

Übrigens: An der Urinfarbe kann man relativ gut sehen, ob man ausreichend getrunken hat. Dunkler Urin zeigt im Regelfall an, dass deutlich zu wenig getrunken wurde. Auch Schlappheit, Schwindel oder Kreislaufprobleme deuten auf Wassermangel hin.
Interessant: Ein trockener Mund ist eines der letzten Signale des Körpers, dass man durstig ist!

Unser Körper besteht zu einem großen Prozentsatz aus Wasser. Bei Erwachsenen sind das etwa 60 %.

Wasser ist das Hauptlösemittel für die Nährstoffe, die wir zu uns nehmen. Die Nahrungsverwertung  bzw. Verstoffwechselung wird verbessert, Nährstoffe, Enzyme, Vitamine u.a. werden besser (oder überhaupt erst) in die Zellen aufgenommen, Abfallstoffe können abtransportiert und ausgeschieden werden, es verbessert die Fließeigenschaften des Blutes, es ermöglicht zum Teil erst die ausreichende Bildung von Botenstoffen (Hormonen) im Körper, speziell das Gehirn als eines der wasserreichsten Organe muss ständig gut versorgt werden.
Und das waren nur einige der Aufgaben, die Wasser in unserem Körper erfüllt.

Wassermangel hat demzufolge weitreichende Folgen. Und diese sind nicht immer sofort zu spüren, sondern bahnen sich zum Teil erst schleichend an.
Kurz gesagt hat ein Wassermangel im Körper zur Folge, dass eine Umverteilung stattfindet. Wasser wird aus eher unwichtigen Bereichen in lebenswichtige Bereiche umverteilt. Dies resultiert nicht nur in Müdigkeit, verringerter Denkleistung, Schlappheit, schlechter Laune, Schwindel, Sehstörungen, schlaffer Haut, Cellulitis, Verstopfung oder Haarausfall. Mittel- oder langfristig können Probleme wie Thrombosen oder Nierensteine, aber auch Bandscheibenschäden oder Depressionen auftreten.
Und auch das waren nur einige negative Folgen, die ein Wassermangel auslösen kann.
Bei der Umverteilung der Wasserressourcen im Körper werden davon abgesehen teilweise auch weitere Stoffwechselvorgänge angestoßen, die wiederum negative Folgen für den Organismus haben können.
Dr. med. F. Batmanghelidj schreibt in seinem sehr interessanten, provokativen Buch „Sie sind nicht krank, Sie sind durstig!“ (VAK Verlag, ISBN 978-3-86731-119-9; zur Ansicht in meiner Praxis) beispielsweise, dass eine Entwässerung des Körpers stets verbunden ist mit einer erhöhten Histaminausschüttung. Histamin ist einerseits für die Wasserregulation zuständig, ist andererseits aber auch für das Entstehen allergischer Symptome verantwortlich (z.B. Verengung der Bronchiolen, asthmatische Zustände).
Dr. Batmanghelidj führt weitere Beispiele für physiologische Mechanismen an, die letztlich Notmechanismen/Notsignale des Körpers sind, um die karge, vorhandene Wassermenge zu erhöhen bzw. umzuverteilen. Aus Sicht der klassischen Schulmedizin werden diese Signale jedoch nicht als dringende Aufforderung verstanden, schnellstmöglich und standardmäßig ausreichend Wasser zu trinken, sondern medikamentös behandelt.
Er stellt die provokante Hypothese auf, dass gängige Volkskrankheiten wie z.B .Asthma, Allergien, Bluthochdruck oder Diabetes zunächst einmal auf eine mangelhafte Wasserversorgung zurückzuführen sind.

Unabhängig davon, wie weit man seiner (interessanten und durchaus schlüssigen) Argumentation folgen kann, sollte außer Frage stehen, dass die meisten Menschen gesundheitlich von einer erhöhten Wasserzufuhr profitieren und tatsächlich vermutlich einige Arzneimittel einsparen könnten!

Vielen Menschen stellt sich aber zunehmend die Frage: Was soll/darf/kann ich denn eigentlich trinken, wenn ich mir und meiner Gesundheit etwas Gutes tun will?

Klar ist: Von möglichst reinem Wasser (unbelastet, kohlensäurefrei, ohne Geschmacks-/Zusatzstoffe) profitiert der Körper am meisten. Fruchtsäfte, Softdrinks, Kaffee, schwarzer Tee oder gar Alkohol können die Funktionen des reinen Wassers nicht oder nur sehr eingeschränkt übernehmen. Je nach Inhaltsstoffen belasten letztere Getränke den Körper, so dass noch mehr Wasser nötig wäre, um die aufgenommenen Giftstoffe wieder loszuwerden.

Reines Wasser also. Aber welches? Und woher nehmen?

Ich habe neulich bereits kurz berichtet, dass das Thema „Wasser“ (Was kann es angesichts der heutigen gängigen Qualität eigentlich noch in unserem Körper leisten?) mich auf dem Naturheilkundekongress in Hannover im September am meisten gefesselt hat. Häppchenweise wird man ja immer wieder mit Fakten zum Wasser konfrontiert.Wenn ein Haufen dieser „Häppchen“ einem dann aber nochmal geballt präsentiert wird, muss man (also zumindest ich…) dann doch erst einmal ordentlich schlucken…
Das Problem PET zum Beispiel: Dass durch PET-Flaschen (also Plastikflaschen) hormonwirksame Stoffe ins Wasser und damit in den Körper gelangen, ist ja mittlerweile schon hinlänglich bekannt. Nicht nur bei Quarks & Co., auch in verschiedenen Pressemitteilungen wird immer mal wieder auf die gesundheitsschädlichen Gefahren von PET im Allgemeinen und Wasser aus Plastikflaschen im Besonderen hingewiesen: Einige davon sind Spermienveränderungen, verändertes Brustwachstum, Stoffwechselstörungen.
Wenn Plastikflasche, dann bitte weichmacher-, bzw. schadstofffrei! Es gibt, z.B. zum Mitnehmen für Schule, Sport und Hobby mittlerweile mehrere Alternativen zum Befüllen. Infos gerne bei mir.

Wasser sollte demzufolge am besten in Glasflaschen abgefüllt bzw. aufbewahrt werden.

Sind denn nun alle Glasflaschen-Wässer gleichermaßen gut?

Da eine Mineralwasserverordnung den deutschen Wässern zugrundeliegt, sollte man davon ausgehen. Aber nicht nur Stiftung Warentest hat ja mittlerweile gezeigt, dass die Qualität von Mineralwässern teilweise zu wünschen übrig lässt.

Die Hauptpunkte, die mich in Bezug auf Mineralwässer stutzig werden lassen:

  • Die Mineralwasserverordnung stützt sich auf deutlich weniger Werte als die Trinkwasserverordnung. Es werden m.W. 16 (von viiiel mehr möglichen) Werten untersucht. Ein sehr kleiner Ausschnitt… Zu Pestiziden, Hormonen, Arzneimittelrückständen z.B. werden keinerlei Aussagen gemacht.
  • Deutsche Wässer stammen i.d.R. aus ähnlichen Tiefen wie das Leitungswasser, sind also grundsätzlich ähnlich aufgestellt, was die Belastung angeht.
  • Es dürfen bestimmte Prozentsätze von Leitungswasser zugesetzt werden, um die Nachfrage befriedigen zu können.

Das heißt für mich: Entweder gekauftes Wasser aus dem Hochgebirge (das ist aber meist recht teuer…) oder eben einfach Leitungswasser.

Leitungswasser genügt schließlich ebenfalls einer Verordnung (der Trinkwasserverordnung). Hier werden zwar ein paar mehr Werte geprüft als beim Mineralwasser, aber Aussagen zu Hormonen, Arzneimittelrückständen oder Schwermetallen gibt es nicht. Eine Nachfrage beim Wasserwerk verweist auf die ausgezeichnete Qualität unseres Trinkwassers und ergibt, dass diese nicht als Gefahr angeshen werden.
Das sehe ich aber ganz anders!
Nicht nur häufen sich in meiner Praxis z.B. junge Mädchen, die bereits vor ihrem zehnten Geburtstags mit dem EInsatz ihrer Periode belastet werden. Auch gibt es mittlerweile zahlreiche wissenschaftliche Ergebnisse zu den Folgen einer chronischen Schwermetall- oder Hormonbelastung. Aber die merkt man eben nicht sofort…

Grund genug also, sein Trinkwasser einmal genauer unter die Lupe zu nehmen!
Wobei: Dass im Leitungswasser flächendeckend Kontrastmittel, Schmerzmittel und andere Medikamente nachgewiesen wurden, ist ja mittlerweile auch schon mehrfach durch die Presse gegangen. Weitere Stichworte sind Blei oder Uran. Auch dazu gibt es Veröffentlichungen.

Ich jedenfalls habe mein Leitungswasser in diesem Zusammenhang testen lassen und war mehr als erschrocken über die Ergebnisse. Mein Kalkproblem war mir bekannt, aber dass deutlich erhöhte Nitratwerte vorlagen und die Schwermetallbelastung den Höchstwert erreichte, hat mich dazu veranlasst, keinen Tropfen mehr aus dem regulären Wasserhahn zum Trinken oder Kochen zu verwenden.
Ich besitze mittlerweile einen Wasserfilter, der u.a. Hormone, Schwermetalle, Arzneimittelrückstände, Kalk, Krankheitserreger aus meinem Trinkwasser herausfiltert.

Meine Meinung: Unser Trinkwasser braucht eine zusätzliche Filterstufe, da Klär- und Wasserwerke bestimmte, eklatant gesundheitsgefährdende Stoffe einfach nicht herausfiltern könönen. Nach meinen Erkenntnissen sollte eine entsprechende Anlage auf Umkehrosmosetechnologie basieren, die als einzige eine umfassende Filterung erlaubt. Meine Auswahlkriterien erörtere ich gerne im persönlichen Kontakt; hier geht es mir primär um die Weckung des Bewusstseins für „gutes“ Wasser!

Im Übrigen wird es voraussichtlich im Januar einen interessanten Vortrag zum Thema Wasser und Wasseraufbereitung geben. Mehr dazu zu gegebener Zeit an dieser Stelle…

Ich bin wie immer gespannt auf Kommentare bzw. Diskkussionen zu diesem Thema! 🙂

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